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Tourreport MEATKNIFE / DAMNABLE Mini-Tour vom20.-24.02.2003
Aufgezeichnet von Christian "Chris" Janssen, Bassist von MEATKNIFE
Donnerstag 20.002.03 (Gent Frontline)
Nach einer derbst durchzechten nacht machten es uns gegen 9:30 Uhr im Bulli gemütlich und fuhren dann endlich los. Nach ca. zwei Stunden machten wir dann unsere erste Rast im gesegneten Land (Holland). Tommy springt wie von der Tarantel gestochen aus dem Wagen und fängt an zu schreien. Wir dachten alle, dass er sich freut, eine Pinkelpause zu haben. Falsch! B(l)asti, unser Mädchen für alles, hat die Beifahrertür des Bullis zugeschlagen, nur hatte Tommy leider noch seine Finger dazwischen. Sah richtig gut aus. Nur gut, dass man zum Singer nicht alle Finger braucht. Ungefähr um 16:00 Uhr haben wir dann endlich das "Frontline" in Gent gefunden. Kult, keiner da! Also haben wir uns erst einmal ein paar Bier besorgt und haben die Zeit damit verbracht, uns an den wohlgeformten belgischen Damen zu ergötzen. Davon gab`s auch mehr als genug (fein, fein). Nach ca. vier Stunden und etlichen Pilschen kam dann glatt mal jemand vorbei und hat den Laden geöffnet. Schnell aufbauen, in einer Stunde sollte alles beginnen. Natürlich klappte alles nicht so wie geplant, weil die Bassanlage ihren Geist aufgab. OK, Bass über die P.A. und die Spiele konnten beginnen. DAMNABLE sollten als Erste spielen. Leider wirkte das Publikum sehr schlaff und das wirkte sich auch auf die Band aus. Dazu kam noch, das der Bühnensound echt zu wünschen übrig ließ. DAMNABLE machten trotzdem das beste draus. Die jahrelange Bühnenerfahrung der Jungs machte sich echt bemerkbar. Nach ca. einer Stunde konnten wir dann auf die Bühne. Wie gesagt, der Sound auf der Bühne war beschissen.. Zudem war Krüger 666 völlig im Arsch. Er hatte die ganze letzte Nacht kein Auge zu getan, weil wir wohl alle etwas laut geschnarcht haben. Matze war wohl die Krönung, wenn der anfängt zu schnarchen, ist alles vorbei! Egal, wir konnten den Gig noch retten und auch Krüger 666 hat eisern durchgehalten, Respekt! Somit konnten wir diesen Auftritt doch noch als Erfolg verbuchen. Nur Alis Hose hatte kein Erfolgserlebnis, selbige ist geplatzt, als er auf die Bühnen gesprungen ist. Da muss wohl jemand mal 'ne Diät machen. Die Aftershowparty war (natürlich) wieder vom Feinsten und die Belgier erwiesen sich als sehr spendable Menschen. Besonders einer, der uns mit seinem Genever bis in den Backstage-Raum verfolgte. Von hier aus nochmal besten Dank für den dicken Kopf!!
Freitag, 21.02.2003: Leer Jugendzentrum)
Da wir ziemlich früh in Gent losgefahren waren, konnten wir es uns noch locker leisten, in's Leeraner Hallenbad zu gehen. Wir hatten alle den Drang, uns endlich zu duschen, weil wir schon stanken wie ein Kuhstall. Hier gab's dann gleich das nächste Unglück: Krüger 666 ist vom Fünf-Meter Turm gesprungen und hat sich das Trommelfell verletzt (Schon blöd, wenn sich der Drummer das Trommel(!)fell verletzt. Was nimmt der Dussel auch sein Drumkit mit auf den Turm? - uwe). SUPER! Also haben wir Krüger in's nächszte Krankenhaus verfrachtet und sind dann erst mmal ohne ihn zum JUZ gefahren. Dort haben wir soweit wie möglich aufgebaut und haben uns dann alkoholische Getränken gewidmet. Kurze Zeit später erreichte uns dann die frohe Botschaft, das Krüger Trommelfell gerettet werden konnte. Nun konnten wir endlich mit dem Soundcheck beginnen. Der verlief sehr gut und e r Abend konnte beginnen. Als erste enterten EBOLA BEACH PARTY die Bühnen, die mit ihrer kultigen Mucke das Publikum schon aml mächtig aufheizten. Die Jungs von EBP grindeten ohne Ende und tauschten dabei laufend die Instrumente, was einfach nur geil war. Wer das verpasst hat, hat ist selber schuld. Dan waren wir dran, aber ich weiss nicht, was ich dazu schreiben soll. Nur soviel: Der Sound war geil Danke, Herr Mischer! Krüger 666 war deutlich besser drauf als am Vortag, Der Mann wollte gar nicht ehr aufhören. Den Rest sollen andere schreiben (hab ich getan, nachzulesen unter Storys: Live Reviews - uwe). DAMNABLE konnten heute auch mit einem vollen Brett überzeugen. Es steht ihnen gut, dass sie mittlerweile einen Drummer aus Fleisch und Blut haben. Es wurde gemosht und gebangt, dass es eine Freude war. Mehr kann ich dazu auch nicht mehr schreiben, da ich mich im Nebenraum aufhielt, um meine Getränkemarken los zu werden. Dort gab`s dann wieder `ne mächtige Party. Prost! Nach dem Gig war wieder Bulli einräumen angesagt, was ja immer "soooo" einen Spass macht. Egal, da muss man durch. Danach mussten wir auch schon gleich los, da wir einen weiten Weg vor uns hatten Abschließend möchte ich mich, im Namen aller, noch bei Uffe, Jäschke und natürlich in erster Linie bei Schoorman bedanken, da sie es ermöglicht haben, dass DAMNABLE einen Schlafplatz bekamen.
Samstag, 22.02.2003: Strassbourg, "La Laiterie" (Soul Grinding Festival III)
Wahnsinn! Was für ein Laden! Was für eine Bühne! Wir wussten, dass der Laden ziemlich groß ist, aber das hat den Vogel abgeschossen. Das Programm ließ keine Wünsche offen und bestand aus: SOLEKAHN (F), CROPMENT (CH), MEATKNIFE (D), MENTAL AMPUTATION (D), MAGGOTS (NL), VICTIM (D), DAMNABLE (PL), PREJUSTICE (B) und SUPPOSITORY (NL). Wir spielten als dritte Band an diesem Abend und es war wohl mit Abstand der beste Gig, den wir je gespielt haben. Der Bühnensound war Top, der Sound vor der Bühne ebenfalls. Die Lightshow war der Oberhammer. Auf dieser Bühne musste man einfach `ne Riesenshow machen. Tommy und Matze haben sich von der blutrünstigen Meute feiern lassen, als wären sie Götter. Ali und ich haben gepost wie die Weltmeister und Krüger 666 hat das Drumkit verhauen, als ob die Apokalypse begonnen hätte. Das Publikum hat es uns gedankti, indem sie sich aufführten, wie ein Rudel Hyänen bei der Fütterung. Es wurde gedivt und gemosht, was das Zeug hält. Ich krieg heut' noch ein Rohr, wenn ich daran zurück denke. Natürlich haben wir danach gefeiert. Erfreulicherweise habe ich noch ein paar Freunde wiedergetroffen. Hallo Myrmi! Später am Abend haben wir uns dann zu unserem Hotel begeben, wo wir das erste Mal seit drei Tagen wieder ein Bett hatten. Im Hotel spielten sich dann auch noch einige kuriose Dinge ab. Zum Beispiel das Pärchen, das so laut unter der Dusche rammelte, dass man es durch das ganze Hotel hörte. Oder Ali, der Basti zum Duschen abholen wollte. Das war richtig niedlich: "Hallo Basti. Kommst du mit mir duschen?". Danach haben wir uns noch einen Eimer gezogen und erstmal so richtig geil geschlafen.
Sonntag, 23.03.2003: Gyslo, Pfäffikon (Schweiz)
Wir waren schon recht früh aufgestanden, weil wir ohne Stress in Richtung Schweiz wollten. Unsere Sachen hatten wir bereits in den Wagen gepackt. Nun mussten wir nur noch auf die Jungs von DAMNABLE warten. Die hatten es dann aber offensichtlich nicht so eilig wie wir. Erst ca. zwei Stunden, nachdem wir fertig waren, kamen die Jungs dann auch mal ans Tageslicht und packten in aller Seelenruhe ihren Wagen ein.. Irgendwann war es dann auch mal soweit, dass wir losfahren konnten. Wir sind dann auch ganz gut durchgekommen. An der Grenze gab es auch keine weiteren Schwierigkeiten, was DAMNABLE aber nicht behaupten konnten. Die mussten den Wagen fast komplett ausräumen. In Pfäffikon angekommen, mussten wir nach einiger Zeit leider feststellen, das wir im falschen Ort waren. Es gab im Umkreis von 40 Kilometern zwei Mal den Ort Pfäffikon (einfallsreich, diese Schweizer..)! Also rein in`s Auto und los zum nächsten Pfäffikon. Dort wurden wir dann auch endlich fündig und dann ging es richtig los. Angekündigt wurden wir als Hardcore-Band MEETKNIVE (Englisch ist ja sooo schwer!) und dem entsprechend war auch das Publikum. Yeah! Die erste Band nannte sich STONED und so klang auch die Mucke. Das war aber schon zu hart für`s Hardcore-Pack. Als zweite Band kamen dann wir und die ganzen bunten Kerlchen waren schnell verschwunden. Aber egal, wir wollten immer schon mal in der Schweiz proben... Zum Abschluss kam Basti noch mit auf die Bühne, mittlerweile mit einem Irokesenschnitt "bewaffnet" und hat mit uns zusammen noch de "Shitmaster" zum Besten gegeben. Jedenfalls haben wir vor der Bühne mächtig aufgeräumt. Dann waren DAMNABLE am Zug. Man sah es den Polen richtig an, was sie für einen "Spaß" hatten, trotzdem haben sie alles gegeben. Zuletzt haben sie uns noch eine Song von BRUTAL TRUTH gewidmet, wobei Matze, Krüger 666 und ich noch einmal richtig auf die Kacke gehauen haben. Vor lauter Ekstase hat hat Krüger 666 dem Matze die Hosentasche vom Arsch gerissen, worüber wir uns noch den ganzen Abend totgelacht haben. Als DAMNABLE dann fertig waren, haben wir noch die geilste Abschiedsfete steigen lassen, die die Welt je gesehen hat. Trink' niemals Wodka mit Polen, die machen dich fertig. Fertig war ich auch, darum hör ich hier jetzt auf, weil mich meine Erinnerung ab hier im Stich lässt.
Montag, 24.02.2003: Rückfahrt
Den Großteil der Rücktour hab' ich verpennt. Nur soviel: Wir saßen 14 Stunden im Auto und waren froh, als wir wieder in Emden waren. Auf jeden Fall sind wir uns alle einig, dass wir immer wieder auf so eine Tour fahren würden Es war zwar anstrengend, aber von nix kommt nix.
Chris
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